Société Biblique de Genève

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Die Neue Genfer Übersetzung

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Von einer Bibelübersetzung erwartet man zu Recht, dass sie den Originaltext so genau wie möglich wiedergibt. Aber was heißt »genau«? Soll die Übersetzung z. B. versuchen, den hebräischen Satzbau nachzubilden oder ein bestimmtes griechisches Wort immer durch ein und dasselbe deutsche zu ersetzen? Das Ergebnis wäre ein unnatürlicher und kaum verständlicher Text. So wichtig die formale Gestalt einer Aussage im Einzelfall sein kann – entscheidend ist, dass ihr Inhalt zuverlässig und verständlich wiedergegeben wird. Deshalb hat inhaltliche Genauigkeit für die Neue Genfer Übersetzung oberste Priorität. Darüber hinaus bemüht sie sich um eine natürliche und zeitgemäße Sprache. Auf diese Weise möchte sie das Vertrauen in die Bibel fördern und vielen einen neuen Zugang zu Gottes Wort ermöglichen.

Verdeutlichende Beifügungen zum Originaltext sind zwischen Akzentzeichen gesetzt (´…`), allerdings nur dann, wenn der Wortlaut des Textes nicht in einer Fußnote angegeben wird.

Das Neue Testament

Dem Neuen Testament der Neuen Genfer Übersetzung liegt der griechische Text der 27. Auflage des Novum Testamentum Graece von Nestle-Aland zugrunde. Lediglich in Matthäus 18,15, Markus 6,22, Johannes 5,2 und 10,29, 1. Korinther 13,3, 2. Korinther 5,3, 1. Thessalonicher 2,7 und Hebräer 4,2 und 11,11 folgt die Übersetzung einer anderen Handschriftenlesart.

Die Psalmen

Den Psalmen der Neuen Genfer Übersetzung liegt der hebräische Text in der 5. Auflage der Biblia Hebraica Stuttgartensia zugrunde. Diese basiert auf dem Codex Leningradensis B19A aus dem Jahr 1008 nach Christus. Im Wesentlichen folgen wir dem Masoretischen Text dieser ältesten datierten Handschrift der vollständigen hebräischen Bibel. An einzelnen Stellen bevorzugen wir die im 3. Jahrhundert vor Christus entstandene griechische Übersetzung (Septuaginta) oder andere alte Übersetzungen, weil diese dort wahrscheinlich eine ursprünglichere Fassung des hebräischen Textes vorliegen hatten. Wo wir uns mit guten Gründen für eine andere Übersetzung oder eine andere hebräische Lesart entscheiden, haben wir dies in den Anmerkungen festgehalten.

Der Rest des Alten Testaments

Wie sieht es mit dem Rest des Alten Testaments aus? Die Verantwortung dafür hat die Deutsche Bibelgesellschaft übernommen, mit der wir eine viel versprechende Partnerschaft eingegangen sind. Die Internetseite www.ngue.info informiert über den Fortschritt des Projekts und über Möglichkeiten, sich an seiner Unterstützung zu beteiligen.

Die wichtigsten Etappen der NGÜ

1973-1975 Beginn der Revision des NT in der Schlachter-Bibelübersetzung.
1976-1983 Herr Andreas Symank arbeitet an der Revision des Alten Testaments der Schlachter-Bibelübersetzung mit.
1983-1985 Die Genfer Bibelgesellschaft beschließt, eine neue Bibelübersetzung anzufangen. Andreas Symank arbeitet mit den Herrn Dr. Heinrich von Siebenthal, Klaus Schmidt und Herbert Schmolke am Neuen Testament.
1985 Herren Prof. Dr. Thomas Bearth, Klaus Blahut, Dr. Stefano Cotrozzi, Dr. Knut Heim, Rainer Kurschmierz und Daniel Soldner und Frau Monica Kurschmierz helfen dem hauptverantwortlichen Mitarbeiter Andreas Symank.
1988 Die Evangelien Matthäus und Markus erscheinen.
1990 Die Evangelien Lukas und Johannes erscheinen.
1991 Die Übersetzung des Römerbriefes ist beendet, und sie wird an alle Bundesräte, Parlamentarier und Abgeordneten der Schweiz aus Anlass des 700. Jahrestags der Schweizerischen Eidgenossenschaft verteilt.
1992 Wolfgang Loy arbeitet an der NGÜ mit. Er lektoriert die Texte exegetisch.
2000 Eine erste Zusammenstellung der bislang verfügbaren Bücher des Neuen Testaments wird von der Genfer Bibelgesellschaft vorbereitet und herausgegeben, die so genannte NGÜ 2000.
2003 Eine neue Zusammenstellung mit einigen zusätzlichen Büchern erscheint unter der Bezeichnung NGÜ 2003.
2004 Die Genfer Bibelgesellschaft nimmt Christa Siepmann in den Dienst als hauptverantwortliche Mitarbeiterin im Psalmen-Team der NGÜ. Wolfang Loy macht Exegese, Analyse und ersten Entwurf. Christa Siepmann ist für Revision und für die Endgestaltung des Textes zuständig.
2006 Die Genfer Bibelgesellschaft assoziiert sich mit der Deutschen Bibelgesellschaft, die für die Übersetzung des Alten Testaments (außer den Psalmen) in der NGÜ verantwortlich wird.
Anja Findeisen-MacKenzie arbeitet mit Christa Siepmann an der Endgestaltung der Psalmen mit.
2009 Das erste Neue Testament in der Version NGÜ erscheint als Gemeinschaftsauflage der Genfer Bibelgesellschaft und der Deutschen Bibelgesellschaft. Er sieht aus wie ein Notizbuch.
2010 Die „Kaffee-Bibel“ erscheint ebenfalls als Gemeinschaftsauflage der Genfer Bibelgesellschaft und der Deutschen Bibelgesellschaft. Das Alte Testament enthält die Version „Die Gute Nachricht“ und das Neue Testament die Version der NGÜ
Die Übersetzung der Psalmen ist beendet.
2011 Die Psalmen NGÜ erscheinen.

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